Ziele, Grundsätze und Leitbild

Ziele

pro familia setzt sich für die Verwirklichung des 1968 in Teheran von den Vereinten Nationen verkündeten Menschenrechts auf Familienplanung ein und unterstützt auf politischer Ebene

  • die Interessen aller Menschen auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte [Umsetzung der IPPF-Charta (s. unten)];
  • die Gleichstellung aller Menschen unabhängig vom Geschlecht, sexueller Orientierung, sexueller Identität, Lebensform, Herkunft oder Behinderung
  • eine Gesellschaft, in der körperliche, seelische und sexuelle Gewalt verurteilt wird und alles dafür getan wird, um ihrem Auftreten vorzubeugen;
  • das Recht von Frauen und Männern, über die Zahl ihrer Kinder und den Zeitpunkt für Kinder frei und verantwortlich zu entscheiden, was auch das Recht auf Schwangerschaftsabbruch beinhaltet;
  • einen kritischen Umgang mit medizinischen Methoden im Bereich Reproduktion und Sexualität;
  • ein niedrigschwelliges flächendeckendes Angebot von Einrichtungen, in denen diese Ziele durch entsprechende Angebote in den Bereichen Beratung, medizinische Versorgung und Sexualpädagogik professionell umgesetzt werden.

Grundsätze der Arbeit

pro familia legt Wert darauf,

  • dass die Angebote allen Ratsuchenden und Interessierten zugänglich sind – unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität, Ethnie, Kultur, Religion, sexueller Orientierung, sexueller Identität, Lebensstil, Einkommensverhältnissen oder Behinderung,
  • dass sich alle Ratsuchenden und Interessierten freiwillig für die Angebote entscheiden;
  • dass alle KlientInnen als ExpertInnen ihres Lebens anerkannt werden und mit ihren Anliegen respektvoll umgegangen wird;
  • dass die Unterstützung auf ihren Stärken und Ressourcen aufbaut;
  • dass der Schutz der persönlichen Daten gewährleistet ist und die MitarbeiterInnen unter Schweigepflicht stehen;
  • dass Standards für alle Arbeitsbereiche entwickelt werden und die fachliche und persönliche Kompetenz der MitarbeiterInnen durch regelmäßige Fortbildungen, interne und externe Supervision und einen kontinuierlichen Qualitätssicherungsprozess gefördert wird;
  • dass die Arbeit kontinuierlich dokumentiert und evaluiert wird – auch über Rückmeldesysteme von KlientInnen und Kooperationspartnern;
  • dass eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Organisationen und Institutionen besteht und gepflegt wird;
  • dass sie jederzeit offen für gesellschaftliche Entwicklungen und neue Forschungserkenntnisse ist und ihre Angebote bei verändertem Bedarf entsprechend modifiziert.

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